Die Stimme meines Herzens



Die Stimme meines Herzens


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Beschreibung

Britische Kolonien, Massachusetts, 1763. Susanna ist die Tochter einer wohlhabenden Pfarrersfamilie, die in vornehmen Kreisen verkehrt. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck und unterrichtet die Töchter armer Witwen. Doch ihr scharfer Verstand sehnt sich nach höherer Bildung, die ihr als Frau verwehrt blieb, und ihr Herz nach einem ebenbürtigen Gesprächspartner. Da wird ihr Benjamin vorgestellt, ein mittelloser Anwalt mit unkonventionellen Ansichten. Susanna gerät in höchste Gefahr, als sie seine heimlichen Aktivitäten gegen die britische Kolonialmacht unterstützt. Doch während die Vertrautheit zwischen ihnen wächst, scheint der Abgrund zwischen ihren Welten immer größer zu werden.
  • Artikel-Nr. 331561
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  • ISBN/EAN: 9783868275612
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  • Erschienen/Erfasst: 12-02-2016
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  • Auflage: 1.
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  • Seiten: 336
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  • Einband: Paperback
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  • Verlag: Francke
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  • Versandgewicht: 385 g
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  • Abmessung: 136 x 206 x 28 mm

Leseprobe

 

Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 1 | Durchschnittliche Bewertung: 5

06.03.2016

Ein sehr berührendes, wunderschönes Buch!

„Es gibt verschiedene Wege, die Anerkennung der Gesellschaft zu erlangen. Oft ist Charakterstärke der beste Weg. Vergiss nicht, wessen Zustimmung am meisten zählt, und frage dich, ob du die Anerkennung von Menschen oder von Gott suchen solltest.“

In Braintree, Massachusetts, stellt die neunzehnjährige Susanna Smith fest, dass ihre hübsche, blonde Schwester Mary als fröhlicher Sonnenschein der Familie wieder einmal im Mittelpunkt steht, während sie sich mit ihren ebenholzfarbenen Haaren und dem dunklen Teint eher als „stiller Mond“ im Hintergrund sieht. Nichtsdestotrotz freut Susanna sich mit ihrer Schwester Mary, als diese den attraktiven Engländer Richard Cranch kennen- und lieben lernt. Richards Freund Benjamin Ross, ein intelligenter und redegewandter junger Anwalt, weckt hingegen gemischte Gefühle in Susanna. Sie kannte den mittellosen Sohn eines Schusters bereits vor dessen Harvard-Studium, und die Erinnerung an eine peinliche Szene aus der Kindheit lässt die junge Frau heute noch vor Scham erröten. Dennoch kann sie sich der Faszination für den ehrgeizigen und hilfsbereiten Mann nicht entziehen. Als sie Bens Auftritt im Gerichtssaal bei der Verteidigung eines alten Fischers miterlebt, offenbart sich ihr eine vollkommen neue Facette seiner Persönlichkeit. Ben setzt sich für die Armen und Hilflosen ein und sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn erlaubt ihm aus diesem Grund auch nicht, Susanna abzuweisen, als diese ihn ebenfalls um Unterstützung bittet. Susanna begibt sich auf gefährliches Terrain, als sie sich entgegen ihrer Prinzipien für eine Frau auf der Flucht einsetzt und dabei nicht nur sich selbst, sondern auch ihr gesamtes Umfeld in allergrößte Gefahr bringt…

Jody Hedlund hat in der einleitenden Szene mit dem Mordprozess um den alten „Einsiedlerkrebs-Joe“ einen gelungenen Einstieg gewählt. Sie gibt Einblick in das Leben in den Britischen Kolonien im Jahr 1763 und erzählt die Geschichte zweier junger Menschen, die sich stark zu einander hingezogen fühlen, die jedoch aufgrund ihrer unterschiedlichen gesellschaftlichen Stellung keine Möglichkeit für eine gemeinsame Zukunft sehen. Die emotionalen Verwicklungen bilden die romantische Rahmenhandlung, während der Einsatz für Hilflose und Unterdrückte, die Einstellung zur Sklaverei, der Glaube und der moralische Zwiespalt der Protagonisten gewichtige Themen darstellen. Die handelnden Personen werden liebevoll charakterisiert, wobei abgesehen von den Hauptpersonen auch einige Nebenfiguren, speziell Bens Vater, Susannas Großmutter Eve sowie der mutige junge Sergeant Frazel, meine Sympathie gewonnen haben. Lieutenant Wolfe, der als Soldat des Königs damit beauftragt ist, die Schmuggelaktivitäten der Kolonisten zu bekämpfen, bringt als Bösewicht dieses Buches einen nicht unerheblichen Spannungsfaktor ein.

Jody Hedlunds Schreibstil hat mir ausnehmend gut gefallen, ihre Figuren wirkten glaubwürdig und sie brachte deren Handlungsmotive und Emotionen sehr gut zum Ausdruck. Das Buch punktet zudem mit einem wunderschönen Coverfoto, das die Protagonistin Susanna Smith darstellt, wobei ihr durch die harmonische Farbgestaltung und den versonnenen Gesichtsausdruck geheimnisvolle Intensität verliehen wird.

Wie schade, dass ich erst im Nachwort der Autorin erfahren durfte, dass John Adams, der zweite amerikanischer Präsident der Vereinigten Staaten und seine Ehefrau Abigail die Vorbilder für die beiden Protagonisten dieses Romans waren. Die Autorin stellt ihre Geschichte als Versuch dar, die ersten Anfänge der Beziehung zwischen John und Abigail Adams nachzuempfinden. Ein Versuch, der ihr über alle Maßen gelungen ist und mir ein Lesevergnügen der ganz besonderen Art bereitet hat.

„Die Stimme meines Herzens“ ist ein Roman, den ich uneingeschränkt und sehr gerne weiter empfehle!

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