Eine Freundschaft in Atlanta



Eine Freundschaft in Atlanta

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Beschreibung

Atlanta 1933:

Anne Perrin Singleton und Mary Dobbs Dillard haben so gut wie nichts gemeinsam. Perri ist die Tochter eines vermögenden Bankers, begeistert sich für Fotografie und Partys und genießt es, zur feinen Gesellschaft von Atlanta zu gehören. Dobbs ist die Tochter eines Predigers, in armen Verhältnissen aufgewachsen, lehnt sich gegen jegliche Form von Ungerechtigkeit auf und stammt aus Chicago.

Doch die Weltwirtschaftskrise und ihre Folgen führen die beiden jungen Frauen zusammen. Plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war. In einer Zeit voller Turbulenzen müssen Perri und Dobbs um ihre Zukunft kämpfen ? und werden einander zum einzigen Halt. Aber kann eine so ungleiche Freundschaft Bestand haben?

  • Artikel-Nr. 331452
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  • ISBN/EAN: 9783868274523
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  • Erschienen/Erfasst: 18-06-2014
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  • Auflage: 1.
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  • Seiten: 384
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  • Einband: Paperback
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  • Verlag: Francke
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  • Versandgewicht: 444 g
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  • Abmessung: 136 x 206 x 37 mm

Leseprobe

 

Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 1 | Durchschnittliche Bewertung: 5

27.09.2014

„Hinter den Wolken ist der Himmel blau“

Im Atlanta der Dreißigerjahre treffen zwei Mädchen aufeinander, die zwar beide die gleiche Schule besuchen, ansonsten aber wenig gemeinsam haben. Elizabeth Musser stellt ihren Lesern zunächst Anne Perrin Singleton vor, eine siebzehnjährige Studentin aus wohlsituiertem Elternhaus, Vorsitzende des Rotkreuzclubs, stellvertretende Klassensprecherin, Mitglied der Phi-Pi-Studentenverbindung, begeisterte Reiterin und Jägerin, und leidenschaftliche Fotografin. Die beliebte Schülerin zählt aufgrund des gesellschaftlichen Status ihrer Eltern Dorothy und Holden Singleton zu den besseren Kreisen Atlantas und verzeichnet bereits mehr als tausend Verabredungen mit galanten jungen Gentlemen aus ihrer Gesellschaftsschicht.

Als Robert und Josephine Chandler, die Freunde der Familie Singleton, ihre Nichte Mary Dobbs Dillard aus Chicago zu sich holen, entpuppt sich diese als geheimnisvolle und hübsche Sechzehnjährige, die so gar nicht Perris Vorstellungen entspricht. Das Mädchen mit den taillenlangen schwarzen Locken, den tiefschwarzen Augen und ihrer natürliche Schönheit, besitzt eine einnehmende, warme Persönlichkeit und ein quirliges Wesen. In sehr armen Verhältnissen als Tochter eines Predigers aufgewachsen, ist Dobbs ein unerschütterlicher und tiefer Glaube zu eigen, den sie freimütig und gerne verkündet, und der ihr Zuversicht gibt und sie trägt.

Mit Perri und Dobbs prallen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Durch einen tragischen Unglücksfall kommen die beiden sich jedoch rasch näher und werden schließlich Freundinnen. Diese Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, und es wird sich letztendlich zeigen, ob die Bande stark genug sind, um sich auch in schwierigen Zeiten und Tagen der Wut, des Zorns und der Trauer, zu bewähren.

Mit dem vorliegenden Roman aus der Zeit der Weltwirtschaftskrise in Amerika zeichnet die Autorin ein detailliertes Bild über eine Freundschaft, die von tiefen Emotionen getragen ist. Sie erzählt die Geschichte zweier Familien, die von vergangener Schuld und gut gehüteten Geheimnissen umwoben sind. Elizabeth Musser veranschaulicht das Leben der Menschen in dieser krisengeschüttelten Zeit und beschreibt hierbei auch die herrschenden gesellschaftlichen Klassenunterschiede.

Die Protagonisten dieses Romans waren detailliert und liebevoll gezeichnet, man konnte die persönliche Entwicklung der beiden jungen Frauen, ihre Hoffnungen und Träume, aber auch ihre Zweifel und Ängste hautnah miterleben. Doch die Autorin gab sich nicht damit zufrieden, authentische und einnehmende Hauptfiguren zu liefern, sie bot ihren Lesern auch interessante Nebenfiguren, die das Buch bereichern. Besonders ins Herz geschlossen hatte ich Parthenia Jeffries, die kleine Tochter der Hausangestellten der Familie Chandler. Hank Wilson, der freundliche junge Mann mit den lachenden Augen, punktete als meine favorisierte männliche Hauptfigur in diesem Roman. Hanks innere und äußere Stärke, seine Ruhe und sein felsenfestes Vertrauen auf Gott bildeten ein Fundament, das unerschütterlich schien. Um eine Prise Spannung ins Buch zu bringen, brachte Elizabeth Musser auch einen Bösewicht in ihre Geschichte ein, und enthüllte dem Leser nach und nach einige persönliche Schicksalsschläge und Tragödien aus der Vergangenheit.

Der Schreibstil der Autorin hat mich regelrecht überrumpelt. Bislang versuchte ich tunlichst, Bücher in der „Ich-Form“ zu meiden und konnte mich mit dieser Ausdrucksform nie wirklich anfreunden. Nach der Lektüre von „Eine Freundschaft in Atlanta“ revidiere ich jedoch meine Meinung. Ich fand den steten Perspektivenwechsel der beiden Ich-Erzählerinnen Dobbs und Perri als überaus gelungen. Durch dieses stilistische Mittel wurden dem Leser die Gefühle und Gedanken der beiden Protagonisten spürbar nahe gebracht. Elizabeth Musser hat mir mit dem vorliegenden Buch ein wahres Lese-Highlight präsentiert. Ich habe jede einzelne Seite dieser Lektüre zutiefst genossen und vergebe uneingeschränkte fünf Bewertungssterne für diese gefühlvolle, sehr zu Herzen gehende Geschichte einer Freundschaft.

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