Espenlaub



Espenlaub

Roman.

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Beschreibung

Der Bergbauer Toni Hinteregger wächst als Waisenkind in den Südtiroler Bergen auf. Mit 18 Jahren lernt er Evi Stockner kennen, die Liebe seines Lebens. Als diese von ihren Eltern zum Medizinstudium nach England geschickt wird, bricht Tonis Welt zusammen. Zudem muss er mit einer schockierenden Diagnose fertigwerden: Parkinson. Für beide beginnt ein dramatischer Kampf zwischen Hoffnung und Resignation, um Liebe und Treue, um Berufung und Erfüllung.
  • Artikel-Nr. 817191
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  • ISBN/EAN: 9783957341914
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  • Erschienen/Erfasst: 23-02-2018
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  • Auflage: 1.
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  • Seiten: 240
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  • Sprache: Deutsch
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  • Einband: Klappenbroschur
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  • Verlag: Gerth Medien
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  • Versandgewicht: 356 g
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  • Abmessung: 135 x 215 x 20 mm

Leseprobe

 

Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 2 | Durchschnittliche Bewertung: 4,5

14.04.2018

Christlicher Roman mit Tiefgang

Schon von Kindheit an hat Toni ein schweres Leben: Früh verliert er seine Eltern und wächst als Waisenkind auf einem Bergbauernhof auf. Dort wird er liebevoll und christlich erzogen und lernt die junge Frau Evi kennen und lieben. Doch als Evi für ihr Medizinstudium nach England geht, sich dort einer Sekte anschließt und alles hinter sich lässt, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Während Toni die Hoffnung nicht aufgibt, erkrankt er schwer an Parkinson... .
Jürgen Mette hat hier einen tiefgründigen und bewegenden Roman geschrieben, indem er an seinem Protagonisten Toni zeigt, wie sich der christliche Glaube auch in schweren Zeiten als tragfähig erweist.
Erst habe ich ein wenig Zeit gebraucht, um mich in das Buch einzulesen und mich auf die Handlung einzulassen. Dies ist keine Geschichte, die einem überladenden Heimatfilm gleicht, wie der Schauplatz Südtirol vermuten lässt. Es gibt zwar auch eine Liebesgeschichte, die nicht ohne Schwierigkeiten verläuft, aber die dennoch keineswegs in eine kitschige Herzschmerzsituation ausartet.
Der Protagonist des Buches ist Toni, der als Waisenkind wohlbehütet und liebevoll auf dem Raffalthof aufwächst. Seine Zieheltern sind gläubige Christen, die sich sehr um ihn kümmern und dafür sorgen, dass er auch ohne Schulbesuch lesen und schreiben lernt. Für mich war Toni von Anfang an ein sympathischer junger Mann, der zwar nicht viele Worte macht, aber hart arbeitet und vor allem ein gutes Herz hat. Es ist schon sehr traurig zu sehen, wie er durch die Parkinsonerkrankung immer schwächer und zittriger wird. Dennoch resigniert er nicht, sondern zeigt, dass es wichtiger ist ,,heil zu sein als geheilt zu sein".
Evi ist auch eine interessante und vielschichtige Figur, die auch aus einem gläubigen Elternhaus kommt und einen guten Charakter hat. Für mich war es nur etwas unverständlich, warum ausgerechnet sie in England in die Fänge einer Sekte gerät. An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass der Autor diesen Teil der Geschichte ausführlicher dargestellt hätte.
Jürgen Mette schreibt gut lesbar und man merkt immer wieder, dass er in diesen Buch eigene Erfahrung zu der Krankheit Parkinson mit eingebaut hat. Allerdings fehlten mir persönlich in der Handlung manchmal etwas die Details, um mir eine Situation besser vorstellen zu können.
Insgesamt ist ,,Espenlaub" ein wunderbarer und bewegender Roman mit Tiefgang, den ich hier gerne weiterempfehle.

03.04.2018

Eine Liebe die durch tiefe Täler gehen muss

Die Größe eines Menschen hängt einzig und allein von der Stärke des Gottesverhältnisses in ihm ab. (Søren Aabye Kierkegaard)
Ein Unglück kommt selten allein, so verliert Anton (Toni) Hinteregger nicht nur recht junge durch ein Unglück seinen Vater, sondern auch noch weniger Jahre später seine Mutter. Bei einem Erdrutsch in den Südtiroler Bergen wird das Haus der Hintereggers und Tonis Mutter mitgerissen, dabei wird Toni nicht nur zum Vollwaisen, sondern auch traumatisiert. Doch er hat es allein der Familie Isidor Schmid zu verdanken, dass er nicht in ein Heim für Behinderte kommt. Trotzdem sie selbst sieben Kinder haben nehmen sie Toni zu sich auf den Bauernhof. Des Sommers ist Toni mit den Kühen in den Bergen auf der Alm und im Winter im Tal. Eine Schule hat er nie besucht, doch Bäuerin Walburga bringt ihm das Lesen, Schreiben und alles wissenswerte bei. Jahre vergehen da lernt er die 18-jährige Evi Stocker kennen, die am Hof der Schmids arbeitet und verliebt sich in sie. Auch Evi hat sich in Toni verliebt, doch ihre Eltern haben eine ganz andere Zukunft für sie vorgesehen. Evi soll nach England zum Medizin zu studieren, als er das hört, bricht für Toni eine Welt zusammen. In England lässt sich Evi mit einer Sekte ein währenddessen Toni viel zu jung an Parkinson erkrankt. Für beide beginnt eine Zeit des Kampfes, zwischen Treue, Ungewissheit, Hoffnung, Resignation und Liebe. Nur Tonis fester Glaube an Gott und die Liebe zu Evi kann ihm in dieser Zeit Trost spenden. Werden die beiden sich je wiedersehen und wird Tonis Glaube und Kraft ausreichen, um das alles zu verkraften?

Meine Meinung:
Dieses Buch ist kein reiner Heimatroman, auch wenn das Cover auf den ersten Blick so ausschaut. Es geht in erster Linie um eine Liebe die durch harte Zeiten gehen muss und um einen Mann der schon in recht jungen Jahren an der chronischen Nervenerkrankung Parkinson erkrankt. Dabei beschreibt der Autor und Theologe Jürgen Mette, der selbst seit 2016 an Parkinson erkrankt ist, recht authentisch die Krankheit in allem Ausmaß. Auch das zittern seiner Erkrankung, das er wie Espenlaub beschreibt, gibt dem Buch seinen Titel. Beeindruckt hat mich, aber auch sehr wie selbstverständlich die Bauernfamilie Schmid den kleinen Toni bei sich aufgenommen hat. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut und innerhalb kürzester Zeit hatte ich die 230 Seiten durchgelesen. Die Charaktere sind stimmig und sehr sympathisch, so das mich die Geschichte von Evi, aber vor allem von Toni sehr berührt hat. Da ich selbst schon viele Jahre chronisch erkrankt bin, konnte ich mich besonders mit Toni identifizieren. Dass sein Glaube ihm in dieser Zeit die nötige Kraft und das Durchhaltevermögen gibt, hat mich sehr beeindruckt. Ob diese Geschichte einen realen Ursprung hat, ist leider aus dem Inhalt nicht eindeutig ersichtlich, man könnte es sich jedoch recht gut vorstellen. Eine herzergreifende Geschichte über Glaube, Liebe, Heimat und Anfechtung, das ich jedem Parkinson Erkrankten empfehlen kann gebe ich 5 von 5 Sterne.
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