Meine Stimme für das Leben



Meine Stimme für das Leben

Die Autobiographie - Friedensnobelpreis 2018

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Beschreibung

Martin Luther King, Mutter Teresa, Nelson Mandela – und nun Denis Mukwege: Ab dem 10. Dezember 2018 gehört der kongolesische Arzt zur Reihe der Friedensnobelpreisträger.
In einer Zeit, in der Menschenrechte weltweit mit Füßen getreten werden, setzt sich Mukwege mit seinem ganzen Leben für sie ein. In seiner Heimatstadt Bukavu, der Hauptstadt des Kongo, hat der Gynäkologe mit Spendengeldern eine Klinik errichtet. Dort vollbringt er wahre Wunder: Er operiert Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind, und rettet ihnen damit nicht selten das Leben.
Doch Mukwege hilft nicht nur als Arzt, er engagiert sich auch politisch und appelliert an die Weltgemeinschaft, gegen die Kriegsverbrechen an Frauen aufzustehen.In seiner mitreißenden Biografie erzählt er, wie aus dem Pastorensohn ein weltbekannter Mediziner wurde und warum er bereit ist, für die Frauen im Kongo sein Leben zu riskieren.
  • Artikel-Nr. 190704
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  • ISBN/EAN: 9783765507045
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  • Erschienen/Erfasst: 04-12-2018
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  • Auflage: 1.
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  • Seiten: 272
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  • Sprache: Deutsch
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  • Einband: gebunden
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  • Verlag: Brunnen
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  • Versandgewicht: 458 g
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  • Abmessung: 140 x 210 x 27 mm

Leseprobe

 

Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 1 | Durchschnittliche Bewertung: 4

13.02.2019

Mut, der den Tod vor Augen hat

Meine Stimme für das Leben von Denis Mukwege ist ein Buch, das man einmal angefangen nicht mehr aus der Hand legt.
Spannender als jeder Krimi und zugleich erschütternd, weil hier Realität beschrieben wird.
Denis Mukwege, der Friedensnobelpreisträger 2018 schildert das Leben und die unglaublichen Grausamkeiten in der Demokratischen Republik Kongo, insbesondere die sexuelle Gewalt gegen Frauen als besonders abscheuliche Kriegswaffe.
Wir erfahren sehr viel über Stammes- Rivalitäten und Kriege, die sich in schrecklichen Verbrechen auswirken. Das Land ist geprägt von Korruption und Opportunismus. Die Würde des Menschen ist dort ein Fremdwort und die bisherigen Regierungen waren ebenso korrupt, nur aufs eigene Wohl bedacht und durch militärische Übernahmen an die Macht gekommen.
Die hier vorliegende Autobiographie berichtet von Denis Mukweges Berufung zum Arzt. Als kleiner Junge begleitete Denis seinen Vater, der als Pastor sich um kranke Menschen vorbildlich kümmerte. In dieser Situation reift in Denis der Wunsch ein "Muganga" ( Heiler ) zu werden und somit eine Ergänzung zu seinem Vater, der Kranke ermutigt und für sie betet, aber nicht befugt ist ihnen Medikamente zu verabreichen.
Sein Weg zum Arzt ist mit vielen Steinen gepflastert, aber er erfährt, dass Gott ihm zur Seite steht, und er letztendlich die Kraft und das Durchhaltevermögen ihm schenkt. In dieser Situation wird Mukwege bereits mit den Opfern sexueller Gewalt konfrontiert, die den Weg in das Krankenhaus suchen. Gleichzeitig erlebt er die unzureichende Versorgung von Komplikationen bei Schwangerschaften.
Diese Erlebnisse prägen seine Verantwortung sich für Frauen einzusetzen. Weitere Stationen sind die nicht standesgemäße Heirat mit Madeleine und die Widerstände ihres Vaters,eines erfolgreichen Geschäftsmannes. Madeleine unterstützt Denis in seiner Verantwortung und Berufung als Arzt und gründet mit ihm eine Familie, die mit ihm durch dick und dünn geht.
Auch für die Fortbildung zum Gynäkologen und Facharzt für Geburtshilfe in Frankreich kann Mukwege auf seine Familie zählen. Die finanziellen Herausforderungen, die das Studium in Paris mit sich bringt, meistern sie gemeinsam als Familie. Sie erfahren, dass Gott sich hinter seine Verantwortung und Berufung stellt. So erlebt er unglaubliches und erhält sogar ein Auto als Preis von einem trivialen Gewinnspiel, das ein notwendiges Transportmittel für einen Job darstellt, das ihm die finanzielle Unterstützung für seine Fortbildung in Paris ermöglicht.
Nach dieser Ausbildung stehen ihm alle Türen zur Karriere offen und er könnte ein gutes und vor allen Dingen sicheres Leben im Wohlstand mit seiner Familie führen.
Aber Mukwege hat seine Berufung nicht vergessen und so stellt er sich der Verantwortung und kehrt mit seiner Familie zurück in den Kongo, um weiterhin den Frauen jetzt noch besser zu helfen.
Bis heute lebt er dort mit seiner Familie ,unterbrochen von einigen Auslandsaufenthalten, um auf die Missstände im Kongo und die aussichtslose Situation der Frauen hinzuweisen. Dabei riskiert er tagtäglich sein Leben und ebenso das Leben seiner Familie. Einige Anschläge und Attentate hat er bereits erfahren und sie auf wundersame Weise überlebt.
Man spürt,Gott stellt sich zu seiner Berufung und hat noch viel vor mit ihm.
Der Friedensnobelpreis 2018 gibt Hoffnung. Endlich wird sein langjähriges Engagement für Menschenrechte und sein Eintreten für die Kriegsverbrechen gegen Frauen anerkannt. Er hat bisher schon einige Preise für sein mutiges Auftreten für Menschenwürde und Nächstenliebe erhalten. Der Kongo, seine Heimat aber boykottiert seine Hilfsmaßnahmen und anstatt ihn zu unterstützen, wird er bedroht. Seine Arbeit als Arzt kann er nur mit Sicherheitsmaßnahmen durchführen und das Krankenhausgelände ist zu einem Ort ständiger Bewachung mit Personenschutz geworden.
Es ist zu hoffen, das dieses Buch in der Öffentlichkeit weit verbreitet und gelesen wird und sein Friedensnobelpreis nicht nur eine Auszeichnung ist, sondern Auswirkungen zeigt, die die Situation im Kongo verändern.

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