Mord mit Stil ist auch nicht besser



Mord mit Stil ist auch nicht besser

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Beschreibung

Südengland in den Dreißigerjahren. Drew Fathering, ein junger Lord aus besten Kreisen, liebt Kriminalgeschichten. Doch bis jetzt sind sie ihm nur zwischen zwei Buchdeckeln begegnet. Wer kann denn auch ahnen, dass sich auf seinem friedlichen Anwesen ein Mord ereignen wird? Was hat es mit den Gerüchten über die dunkle Vergangenheit der Fatherings auf sich? Gemeinsam mit seinem Freund Nick und der charmanten Amerikanerin Madeline wendet er sein gesamtes Wissen aus Kriminalromanen an, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen.

  • Artikel-Nr. 395543
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  • ISBN/EAN: 9783775155434
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  • Erschienen/Erfasst: 03-07-2014
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  • Auflage: 1.
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  • Seiten: 380
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  • Einband: Paperback
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  • Verlag: SCM Hänssler
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  • Versandgewicht: 356 g
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  • Abmessung: 138 x 207 x 28 mm

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Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 1 | Durchschnittliche Bewertung: 5

17.11.2014

Der Mörder ist immer der Gärtner... oder?

Aufgrund meines Faibles für den klassischen Kriminalroman vertiefte ich mich mit großer Vorfreude in diese Neuerscheinung der mir bislang unbekannten Autorin Julianna Deering, die lt. Klappentext ihrerseits Fan der Krimis aus den Zwanzigern und Dreißigern ist. Und so schuf sie kurzerhand ihren eigenen Detektiv namens Drew Farthering und konstruierte einen Kriminalroman, der seinen Vorbildern alle Ehre macht. Bereits der Einstieg in dieses Buch sorgte mit seinen „Zehn Regeln für einen fairen Kriminalroman“ von Father Knox aus dem Jahre 1929 für ein amüsiertes Schmunzeln, ahnte ich ja an dieser Stelle bereits, dass diese Regeln wohl nicht alle in diesem Krimi befolgt würden. Zu Beginn des ersten Kapitels entführt uns die Autorin zum Schauplatz des Geschehens – zum ehrwürdigen alten Herrenhaus Farthering Place in Hampshire, direkt neben dem kleinen Dorf Farthering St. John gelegen. Auch der Protagonist dieses Buches wird dem Leser zu diesem Zeitpunkt bereits vorgestellt, es handelt sich hierbei um den jungen Lord Ellison Andrew Farthering, der mit seinem Freund Nick Dennisson in einem Rolls Royce zu später Stunde unerwartet in seinem Haus auftaucht. Der selbstbewusste und gutaussehende Gentleman in stilvoller Kleidung bewahrt nur mit Mühe seine vornehme Contenance, als er in seinem Bett einen Hausgast vorfindet, den er zutiefst verabscheut. Durch die Intervention seiner Mutter, Constance Farthering Parker, sowie seines Stiefvaters, Mason Parker, wird ein Eklat jedoch vermieden, und der aufdringliche, protzige David Lincoln darf bleiben. Im Verlauf der rauschenden Party am nächsten Abend überschlagen sich jedoch die Ereignisse, als nach dem obligatorischen Feuerwerk auf dem Anwesen der Fartherings plötzlich eine Leiche aufgefunden wird. Drew Farthering und Nick Dennisson, die nicht nur eine gemeinsame Jugend- und Studienzeit aufzuweisen haben, sondern die beide ihrerseits Kriminalromane über alle Maßen schätzen, beteiligen sich – sehr zum Leidwesen der ermittelnden Polizeibeamten – eifrig an den Ermittlungen, und suchen nach Spuren, die sie zum Täter führen. Mason Parkers anmutige Nichte Madeline ist die dritte im Bunde um die Bemühungen, diesen Fall aufzuklären. Doch die von Drew und Nick viel zitierten Regeln des Father Knox werden über kurz oder lang allesamt missachtet… Die Autorin hat diesen Kriminalroman in einem sehr einnehmenden Schreibstil verfasst und die Geschichte geschickt aufgerollt. Beginnend mit der Vorstellung der handelnden Personen geht sie gleich nach dem Auffinden des Mordopfers dazu über, die Vergangenheit der einzelnen Charaktere genauer zu beleuchten. Sie bedient sich dabei zwar einiger Nebenfiguren, bemüht sich jedoch sichtlich, deren Anzahl überschaubar zu halten. Die Fährten, die sie ihren Lesern anbietet, sind verlockend und gut gelegt, meine Verdachtsmomente wurden mehr als nur einmal an einer späteren Stelle im Buch vollständig widerlegt. Julianne Deering lässt in ihren Kriminalroman durchaus auch eine humoristische Note einfließen, bedient sich aber auch Klischees wie beispielsweise eines obligatorischen Gärtners als Verdächtigen, was meinen Verdacht kurzzeitig nicht nur in eine bestimmte Richtung lenkte, sondern auch für Amusement sorgte. Der raffiniert konstruierte Fall und der kontinuierliche Spannungsaufbau fordern die ganze Aufmerksamkeit des Lesers, der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende des Buches konstant erhalten. Da ich Kriminalromane sehr gerne mag, die bedächtig aufgerollt werden, sich liebevoller Details widmen und sich eher behutsam und langsam entwickeln, war diese Lektüre für mich ein wahrer Genuss und machte es mir schlichtweg unmöglich, den Krimi vor der Auflösung des Falles aus der Hand zu legen. Erwähnenswert erscheint mir auch der Glaube der Amerikanerin Madeline, der vor allem im letzten Drittel des Buches zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Glaube an Gott ist zwar nicht das zentrale Thema dieses Krimis, ihm wird aber durchaus Raum und Bedeutung zugemessen, und beeinflusst nicht zuletzt auch den Protagonisten Drew. Mein persönliches Fazit ist rasch und leicht dargelegt: „Mord mit Stil ist auch nicht besser“ hat mir ausnehmend gut gefallen, mich sehr gut unterhalten, und mir genügend Stoff für meine eigene Beteiligung an der Suche nach dem Mörder geliefert. Julianna Deering hat mich auf falsche Fährten geschickt und es geschafft, mich zum Ende des Buches wirklich zu überraschen. Ein Kriminalroman, den ich gerne weiter empfehle und dem ich ebenso gerne die maximale Anzahl an Bewertungssternen vergebe.

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