Jan Hus - Der Feuervogel von Konstanz



Jan Hus - Der Feuervogel von Konstanz

Historischer Roman

22,99 € *


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Beschreibung


Tania Douglas
Jan Hus, der Feuervogel von Konstanz

Jan Hus.
Reformer.
Freund von John Wyclif.
Wegbereiter von Martin Luther.
Überzeugt, dass Gott allein Gnade gewährt.
Ein unbeugsamer Liebhaber der Wahrheit und des Lebens.
Treu bis in den Tod.
Als Ketzer verurteilt und verbrannt auf dem Konzil in Konstanz.

Jan Hus, der Feuervogel von Konstanz ist eine romanhafte Biografie des großen tschechischen Reformators. Vor der Kulisse der Kirchenspaltung und der politischen Unruhen, die Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts ganz Europa erschütterten, hat die Autorin Tania Douglas Historie mit Fiktion verknüpft. So ist das spannende Porträt eines faszinierenden, wortgewaltigen, aber auch warmherzigen Reformators entstanden, der bis zur Selbstaufgabe gegen die damaligen Missstände der katholischen Kirche ankämpfte und Martin Luther zum Wegbereiter wurde.

«In seinem Heimatland Tschechien wird Jan Hus noch heute verehrt. Doch bisher tritt er kaum in historischen Romanen in Erscheinung. Dieses Werk schließt die Lücke. Es erscheint pünktlich zum ?Jahr der Gerechtigkeit?, das 2015 von der Stadt Konstanz zelebriert wird, um den böhmischen Reformator im Rahmen des Konzil-Jubiläums zu würdigen.» Tania Douglas
«Tania Douglas schafft ein großes Epos über Jan Hus, der zum Wegbereiter
Martin Luthers werden sollte.» Titus Müller

Tania Douglas, Jahrgang 1969, ist in Deutschland geboren und in Frankreich aufgewachsen. Sie schreibt seit fünfzehn Jahren historische Romane, in denen sie immer wieder die Spannungen zwischen weltlicher und religiöser Macht thematisiert. 2012 ist sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn in die Nähe des Bodensees gezogen. «Jan Hus, der Feuervogel von Konstanz» ist ihr viertes Werk.
  • Artikel-Nr. 204036
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  • ISBN/EAN: 9783038480365
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  • Erschienen/Erfasst: 03-03-2015
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  • Auflage: 1.
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  • Seiten: 720
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  • Einband: gebunden
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  • Verlag: Fontis - Brunnen Basel
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  • Versandgewicht: 897 g
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  • Abmessung: 154 x 228 x 44 mm

Leseprobe

 

Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 1 | Durchschnittliche Bewertung: 5

12.04.2015

Heute verbrennen sie unsere Bücher… und morgen?

Die Autorin Tania Douglas hat in diesem exzellent recherchierten, über siebenhundert Seiten umfassenden Buch „ein spannendes Portrait eines faszinierenden, wortgewaltigen, aber auch warmherzigen Reformators, der bis zur Selbstaufgabe gegen die damaligen Missstände der Kirche ankämpfte und Martin Luther zum Wegbereiter wurde“ verfasst. Der Roman spielt zur Zeit der Kirchenspaltung und der politischen Unruhen und verbindet dabei historische Fakten mit fiktiven Ereignissen und Personen. Als besonders hilfreich möchte ich das Personenregister – das „Dramatis personae“ – auf den ersten Seiten hervorheben, das eine leichte Orientierung hinsichtlich der handelnden Personen ermöglicht. In insgesamt 26 Buchkapitel erzählt Tania Douglas den Lesern die Geschichte des tschechischen Reformators und beginnt dabei im Jahre 1378, indem sie ihren Lesern Jans Familie und sein Umfeld vorstellt. Sie berichtet von seiner gottesfürchtigen und tief gläubigen Mutter Anna, die sich sehnlichst wünscht, ihrem Sohn eine Ausbildung zum Priester zu ermöglichen. Und sie stellt uns seinen Vater Michael vor, einen Fuhrmann, der Jan in seinem eigenen Unternehmen beschäftigt wissen möchte. Jans große Liebe zur Aura der Kirchen war jedoch bereits als Kind äußerst ausgeprägt, sie vermittelten ihm ein Gefühl der Geborgenheit. Und so scheint sein Weg zum Priesteramt vorgezeichnet.

Tania Douglas berichtet in diesem außergewöhnlichen historischen Roman vom Werdegang des „Johannes aus Husinetz“, der als „Jan Hus“ Geschichte schreiben soll. Sie beleuchtet den Weg von den glücklichen Tagen seiner Kindheit im Schoß einer liebenden Familie, über seine Ausbildung in der Lateinschule von Prachatitz, seiner Studienzeit am Karlskolleg, der Universität von Prag, sowie der lebensverändernden Begegnung mit den Schriften des Engländers John Wycliff, der Jans alte Welt in Scherben zerbrach. Von diesem Zeitpunkt an war es sein vorrangiges Ziel, Wycliffs Gedankengut zu verbreiten und seine gesamte Kraft und seinen scharfen Geist einzusetzen, sein Leben der Kirche zu weihen, um sie zu verbessern. Jan Hus‘ Ansinnen war es, „die Grundfesten der Kirche zu stärken, sie von den im Laufe der Jahrhunderte gewachsenen schädlichen Wucherungen zu befreien, um sie wieder zu dem Licht der Welt zu machen, als das Jesus Christus sie einst schuf.“ Jan Hus meint: „Nicht nur die Vereinfachung der Sprache halte ich für nötig. Sondern auch eine Rückkehr des Glaubens und der Kirche zu ihren Anfängen. Eine Rückbesinnung auf das Evangelium. Die Suche nach der Wahrheit mithilfe der Worte der Bibel.“ Mit diesem Lebensziel macht sich der zielstrebige Prediger Feinde auf allerhöchster Ebene. Jan Hus erregt den Unwillen Roms, über ihn wird der Bann verhängt und er wird schließlich der Ketzerei bezichtigt.

Da die historischen Fakten hinreichend bekannt sind bzw. leicht nachlesbar sind, besteht wohl keine Gefahr zu Spoilern, wenn ich auf den Prozess im Zuge eines Konzils in Konstanz im Jahre 1414 hinweise, dessen Ziele es waren, das bereits jahrelang bestehende Schisma aufzuheben, die Kirche zu reformieren sowie die Ketzerlehren zu bekämpfen. Der Autorin ist es jedoch gelungen, die politischen, wie auch kirchenpolitischen Ereignisse dermaßen interessant und spannend darzubringen, dass es trotz der hohen Seitenanzahl schwer möglich war, die Lektüre dieses Buches zu unterbrechen. Den Schreibstil kann ich nur als erstklassig bezeichnen – die gewählte Ausdrucksweise der Autorin und ihre einnehmende Art, Geschichte lebendig zu machen, haben mich bereits nach den ersten Seiten dieses Buches völlig für Tania Douglas eingenommen. Genau so stelle ich mir hervorragende historische Romane vor, und genau so bringt man Menschen dazu, längst vergangene Ereignisse mit großer Erwartungshaltung in sich aufzunehmen. Jan Hus war für mich bislang „lediglich“ eine historische Figur – doch Tania Douglas hat es geschafft, mir diesen faszinierenden Reformator, der Lügen verabscheute, zu seinen Überzeugungen stand, Gott mit seinem ganzen Herzen liebte und sich nichts sehnlicher wünschte, als eine Reformation der Kirche zu bewirken, nahe zu bringen. Seine Vorstellungen einer Kirche brachte er im monumentalen Werk „De Ecclesia“ zum Ausdruck, und er war es auch, der die Bibel in ein leicht verständliches Tschechisch übersetzte. Ein Mann mit Visionen, der für seinen tiefen, unerschütterlichen Glauben letztendlich starb. Die letzten Seiten dieses Buches werden wohl noch lange Zeit nachwirken… und ich schließe meine Buchbeschreibung mit einem Zitat, das mich wohl am meisten beeindruckte: „Und wenn ich nicht geschont werden will? Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, voll und ganz für seine Überzeugungen einzustehen – allen Widrigkeiten zum Trotz. Ich will nicht mehr fliegen und mich verstecken. Und ich will nie mehr erleben müssen, dass andere an meiner statt für meine Überzeugungen ihr Leben lassen müssen.“

Was für ein Buch!
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