Glauben. Lieben. Ernten.



Glauben. Lieben. Ernten.

Mein Leben für die Unerreichten Indiens

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Beschreibung

In einer außergewöhnlichen Vision vernahm der Inder Augustine Jebakumar den Ruf Gottes zum Missionsdienst. Er folgt diesem Ruf, kündigt seine gutbezahlte Anstellung als Maschineningenieur in Südindien, um in den weitaus ärmeren Norden Indiens zu ziehen. Vorbehaltlos stellte er sich Gott als Vollzeitkraft zur Verfügung. 1979 gründete Jebakumar die Missionsgesellschaft "Gospel Echoing Missionary Society" (GEMS), die heute 2800 vollamtliche Mitarbeiter beschäftigt. Ihre wichtigsten Aufgaben sind die Verkündigung des Evangeliums, das Wachstum der Gläubigen und die Hilfe durch humanitäre und soziale Unterstützung. 25.000 Kinder und Jugendliche werden unterrichtet und ernährt, in 48 Kinderheimen werden Waisen und Halbwaisen sowie an Kinderlähmung erkrankte Kinder und Jugendliche betreut. Augustine Jebakumar genießt in Indien höchsten Respekt und enorm viel Vertrauen. Denn er ist kein Westler - er ist ein Einheimischer, der Verantwortung übernimmt!
  • Artikel-Nr. 204154
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  • ISBN/EAN: 9783038481546
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  • Erschienen/Erfasst: 20-09-2018
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  • Auflage: 1
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  • Format: 13 x 20,5 cm
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  • Seiten: 368
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  • Sprache: Deutsch
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  • Einband: Klappenbroschur
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  • Verlag: Fontis - Brunnen Basel
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  • Versandgewicht: 492 g
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  • Abmessung: 133 x 205 x 27 mm

Leseprobe

 

Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 2 | Durchschnittliche Bewertung: 2,5

02.12.2018

Indien konkret: Hingabe und Retterliebe

Der im Jahr 1947 geborene Augustine Jebakumar wächst in einfachen Verhältnissen in Indien auf. Wegen Geldmangel kann er nicht, wie er sich erträumt, Ingenieur werden, aber er schließt eine technische Ausbildung mit Auszeichnungen ab.

Seine Familie ist christlich geprägt, aber erst als Jugendlicher erkennt er, was es bedeutet von Jesus gerettet zu werden. Voller Liebe für seinen Retter, ist er fortan mit feurigem Eifer für Jesus unterwegs. Wo er nur kann, evangelisiert er.

Eines Tages spürt er, dass Gott ihn nach Bihar ruft. „Mein Sohn, wenn du nicht gehst, habe ich sonst keinen, den ich senden könnte.“ Von seiner Heimat im Süden, Tamil Nadu, nach Bihar im Norden Indiens, sind es über zweitausend Kilometer, eine riesige Entfernung in einem Land, in dem das Reisen mühsam ist. Nicht nur, dass er damit weit von seinem Elternhaus lebt, er muss auch seine gutbezahlte Arbeitsstelle aufgeben, mit der er seine Familie unterstützt. Hin und her gerissen zwischen dem Auftrag seines Herrn und den Erwartungen seiner Familie, entscheidet sich Jebakumar schließlich Gott zu gehorchen, auch wenn er damit seine Familie schwer enttäuscht.

Bihar ist der ärmste Bundesstaat Indiens. Sehr viele Menschen haben noch nicht einmal das Nötigste zum Leben, und nur Wenige können lesen. Es fällt Jebakumar sehr schwer sich zu verständigen, denn auch wenn er noch immer in Indien ist, wird in Bihar eine andere Sprache gesprochen als in seiner Heimat. Trotz aller Härten ist er wie ein Getriebener. Er leidet darunter, dass Menschen ohne Jesus verloren gehen, darum nutzt er jede freie Minute um von seinem Glauben zu erzählen. Er reist in abgelegene Dörfer und ist am Aufbau von Schulen, Krankenhäusern und Waisenheimen beteiligt. Trotz vieler Rückschläge, wächst sein Dienst schnell, und er wird bald von vielen Mitarbeitern unterstützt. In späteren Jahren kommt er mit Missionsorganisationen im Ausland in Kontakt, die seine Arbeit vor allem finanziell unterstützen. Dadurch kann viel mehr Menschen geholfen werden.

Dieses Buch wurde aus dem Tamilischen übersetzt. Der Schreibstil ist für deutsche Leser etwas ungewohnt. Es wird über eine Fülle von Erlebnissen berichtet, und manchmal ist das Lesen ermüdend, weil so viele einzelne Ereignisse nebeneinanderstehen. Das Erzählte wirkt manchmal eher wie ein Rechenschaftsbericht für Missionsfreunde. Es kommen auch viele Namen von Menschen und Orte vor, die den meisten Lesern vermutlich unbekannt sind. Und obwohl Jebakumar immer wieder betont, dass allein Gott die Ehre gebührt, klingt manchmal aus seinen Erzählungen etwas Eigenlob oder Stolz heraus, was befremdend wirken kann. Das alles liegt vermutlich in erster Linie an den kulturellen Unterschieden zwischen dem indischen Autor und dem deutschen Leser.

Dafür ist es aber auch gerade dieser anderen Erzählweise zu verdanken, dass der Leser mit diesem Buch einen außergewöhnlichen, authentischen Bericht über das Leben und Wirken in Indien erhält. Gerade wer sich für fremde Kulturen interessiert, wird es sehr schätzen hier ein Zeugnis eines indischen Christen in Händen zu halten. Kaum vorstellbar für Christen in wohlhabenden Ländern ist z.B. die Freude über das Geschenk einer eigenen Decke für jedes Familienmitglied. Aspekte, die in unserer Kultur grundlegend anders sind, z.B. die Rolle des Sohnes in der Familie, oder die Brautsuche der Eltern, könnten nicht besser wiedergegeben werden, als von einem Menschen, der in dieser Kultur Zuhause ist.

Neben vielen Erfolgen, schreibt Jebakumar auch von harten Niederlagen; z.B. von Mitarbeitern, die nur auf ihre eigenen Vorteile bedacht sind oder dem Tod eines Kindes; und immer wieder erzählt er von dem starken, teils lebensbedrohlichen Widerstand gegen den Glauben, dem er und seine Mitarbeiter ausgesetzt sind.

Es ist bewegend zu lesen, wie Jebakumar und seine Mitarbeiter Gottes Führung und Eingreifen erleben. Auch da wirkt manches vielleicht für westliche Leser befremdend, aber wie gut wäre es, einfach mal bei Christen einer fremden Kultur hinzuhören, ohne gleich nach dem eigenen Maßstab zu werten und urteilen.

Das Herausragende an diesem Buch ist die Begeisterung, mit der Jebakumar und seine Freunde alles für ihren Glauben einsetzen. Unermüdlich überlegen sie, wie sie noch mehr Menschen mit dem Evangelium erreichen können. Angesichts diesen Eifers, wirken Christen in Europa müde und selbstsüchtig. Vielleicht ist es der Wohlstand, der lähmt. Auf jeden Fall dient dieser Bericht als Herausforderung den Glauben ernster zu nehmen und sich etwas kosten zu lassen.

Fazit: Ein faszinierender Bericht über das Wachsen einer einheimischen Missionsorganisation in Indien. Die vielen Glaubenserfahrungen, aber auch die Bereitschaft zum Verzicht, sind eine Herausforderung für europäische Christen, auch wenn die Erzählweise stellenweise ungewöhnlich ist. Die ermutigenden Zeugnisse in diesem Buch bieten einen authentischen Einblick in das Leben der Christen in Indien.

12.11.2018

Enttäuschend, nicht zu empfehlen

Ich habe mir das Buch als eBook gekauft, weil ich seit Jahrzehnten Inter-Mission unterstütze und weil mich das Thema "Einheimische Kirche" interessiert.
Das Buch ist für mich eine Enttäuschung, weil es viele unbeantwortete Fragen zurücklässt, ein Beispiel: Es wird von der gefährlichen Arbeit berichtet, dass Mitarbeiter auch gesundheitlich Schaden nehmen, und dann heißt es, dass einer der Missionare sein "seelisches Gleichgewicht" verlor. Punkt. Frage: Wie hat man versucht, dem Mann zu helfen? Wie konnte er wieder klar kommen? Oder hat man ihn einfach fallen gelassen ...? Es fehlt jede Information dazu.
Manche Berichte von Gottes "wunderbaren" Führungen und Fügungen sind regelrecht verstörend, ein Beispiel:
Jebakumar wurde von einem Mitarbeiter zum Bus gebracht, hatte aber nicht das Geld, um das Ticket zu bezahlen. Weil er "nicht betteln" will, sagte er auch nichts. Dann schildert er spannend, wie sich der Kontrolleur langsam durch den Bus vorarbeitet und immer näher an Jebakumars Platz ... Dann gibt es irgendwie eine Störung des Motors, der Bus bleibt stundenlang stehen, alle Passagiere müssen aussteigen. Plötzlich taucht der Mitarbeiter auf, der Jebakumar zu Bus gebracht hatte, sagt, er hätte vergessen, ihm das Geld zu geben ... und - o Wunder! - der Motor springt plötzlich wieder an ... Ich zweifle die Geschichte nicht an, aber die Art und Weise, wie diese Wundergeschichten erzählt werden, hinterlässt bei mit als Leser ein verstörendes "Bild" von Gott. Lässt Gott solche Sachen passieren, um seine Kinder in Geduld und Glauben zu erziehen? Was ist mit den vielen anderen Passagieren, die davon in Mitleidenschaft gezogen werden? Oft sieht es gerade so aus, als ob es Gott Spaß machen würde, seine Kinder in Verlegenheit zu bringen, um ihnen dann zu helfen ...
Vielleicht können viele Dinge auch nur auf dem Hintergrund indisch-kultureller Prägung verstanden werden.
Ich selber bin Theologe, evangelikal-lutherisch-charismatisch geprägt, schätze die Gabe profetischer Eindrücke, glaube an den Gott, der Wunder tut und habe 12 Jahre in Papua Neuguinea gearbeitet.
Peter Will meint im Vorwort, dass die Berichte in dem Buch - wie in Hebräer 11 - der Glaube der Christen gestärkt und genährt werden kann. Das kann ich so nicht bestätigen. Die Berichte bewirken oft eher Verwirrung, offene Fragen und Verstörung.
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