Orangen sind rot



Orangen sind rot

Farbtupfer für Gottsucher

14,00 € *


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Beschreibung

Orangen sind rot. Oder nicht? Wissen wir denn mit Sicherheit, was wir sicher wissen können? Oder was wir glauben? Sicherheit ist ein problematischer Zustand geworden. Vielmehr leben wir in einer Gesellschaft, in der nicht nur junge Menschen verunsichert sind. Die Skepsis, etwas Eindeutiges über Gott sagen zu können, scheint uns fest im Griff zu haben.
Immanuel Grauer ist den Skeptikern ein Skeptiker. Manchmal mit Klartext, manchmal liebevoll vorsichtig spricht der Autor in die Fragen von jungen Menschen hinein. Und da kennt er sich aus. Über 20 Jahre ist er in der Jugendarbeit drin und selbst ein "Berufsjugendlicher" geblieben.
Wer ist Gott? Und warum gibt es das Böse? Wie können wir Gott begegnen? Als Insider der postmodernen Denkkultur macht er sich an die großen Themen heran, die Menschen aller Zeiten am guten Gott zweifeln lassen. Themen, die uns nicht in Ruhe lassen. Und er formuliert vorsichtig neue Antworten in eine neue Zeit hinein. Er kommt dem Leser nah, er rückt ihm auf die Pelle. Er ist selber ein Sucher. Aber er bleibt nicht beim Suchen stehen, sondern er teilt seine Fundstücke mit.
Das Buch lässt den Leser nicht kalt. Es ermutigt. Es wärmt - und sei es durch Reibung und Widerspruch. Orangen sind rot. Oder nicht?
  • Artikel-Nr. 204155
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  • ISBN/EAN: 9783038481553
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  • Erschienen/Erfasst: 20-09-2018
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  • Auflage: 1
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  • Format: 13 x 20,5 cm
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  • Seiten: 192
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  • Sprache: Deutsch
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  • Altersempfehlung: Jugendliche
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  • Einband: Klappenbroschur
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  • Verlag: Fontis - Brunnen Basel
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  • Versandgewicht: 287 g
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  • Abmessung: 132 x 205 x 11 mm

Leseprobe

 

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Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 2 | Durchschnittliche Bewertung: 3,5

30.05.2019

Nicht überzeugend

Immanuel Grauer ist der Zusammenhang zwischen Denken und Glauben sehr wichtig, gerade in der Postmoderne, in der wir leben und in der niemand sich gerne so genau festlegt. Deshalb wollte er ein Buch für Gottsucher schreiben, in dem er zentralen Fragen nach Gott, Wundern, dem ewigen Leben und dem Leid in dieser Welt auf den Zahn fühlt.
Ich schreibe bewusst „wollte“, denn dieses Unterfangen ist ihm meiner Meinung nach nicht geglückt. Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass Gottsucher, wie sie im Untertitel genannt werden, aufgrund dieses Buches Gott finden werden. Den bisherigen positiven Rezensionen kann ich mich daher leider nicht anschließen, mich hat das Buch ganz und gar nicht überzeugt, weder was den Schreibstil noch den Inhalt anbelangt.
Zunächst einmal der Titel: Er wird kurz aufgegriffen, es wird aber überhaupt nicht erklärt, was rote Orangen damit zu tun haben sollen, dass alles nicht immer so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Verwirrend – muss nicht sein, finde ich. Das ganze Buch und wie es aufgemacht ist, war nicht wirklich meine Art. Für mich bewegt sich der Autor an der Oberfläche der beliebtesten klischeehaften Einwände gegen den christlichen Glauben, die er noch nicht einmal zufriedenstellend behandelt. Vieles wird einfach so als Annahme im Raum stehen gelassen, die wirklich interessanten Fragen werden teilweise geschickt umgangen. Wenn es beispielsweise um die historisch-kritische Bibelwissenschaft geht, so frage ich mich, mit welchen Wissenschaftlern er es bisher zu tun gehabt hat. Das, was er darstellt, sind eher einzelne, größtenteils abstruse Ansichten, die ein völlig falsches Bild liefern. So ähnlich ging es mir noch an einigen anderen Stellen. Es wirkt so, als würde der Autor es sich gerne so leicht wie möglich machen. Ohne sagen zu wollen, dass er nicht Recht hat, was den Wahrheitsgehalt der Bibel betrifft, so braucht es dafür doch bessere Argumente als „was in der Bibel steht ist wahr, weil es in der Bibel steht“ – gerade für jemanden, der am Anfang betont, wie wichtig ihm Denken im Zusammenhang mit Glauben ist, enttäuschend. Zwar ist das Buch nicht völlig frei von guten Gedanken und Anregungen, jedoch im Verhältnis zu den uninteressanteren Abschnitten eindeutig zu wenig.
Fazit: Ein paar gute Abschnitte, leider nicht wirklich darüber, worum es beim Glauben eigentlich geht. Für mich ist zweifelhaft, ob Glaubensskeptiker so überzeugt werden wollen, da habe ich schon viele wesentlich bessere Bücher gelesen. Kann ich leider nicht weiterempfehlen!

13.11.2018

Und was, wenn Orangen wirklich rot sind!?

Immanuel Grauer ist mit seinem Buch für Gottsucher ein großer Wurf gelungen. Das liegt an den vielen kleinen Farbtupfern von Argumenten, Erlebnissen und dem Dialog auf Augenhöhe mit dem Leser, die aus und zwischen den Zeilen leuchten. Aber der Reihe nach.

Welche Punkte hat der Autor auf seiner „Haben-Seite“? Da ist zum einen die Klarheit der reichlich vorgetragenen Argumente. Ohne große Vorreden ist Immanuel Grauer dort, wo er sein möchte: „reflektiert christlichen Glauben zu leben und zu bezeugen“ und damit „Leben zu bereichern“.

Die bearbeitete Bandbreite ist groß und beginnt mit einer Analyse unserer gegenwärtigen westlichen Kultur und wie man vom Standpunkt des christlichen Glaubens hier liebevoll und klar Stellung beziehen kann. Es geht weiter mit der Begegnung verschiedener gegen Glauben im Allgemeinen und den christlichen im Speziellen vorgetragenen Argumente (Welcher Glaube ist der Richtige?, Möglichkeit von Wundern, etc.) und führt schließlich zu Annäherungen an ebendiesen Glauben. Auf der Zielgeraden mündet der letzte Teil des Buches im Themenkreis der Grundfragen, die jeder Mensch mit sich herumträgt, mancher ganz offen, mancher eher im Stillen: Warum bin ich hier? Wo gehe ich hin? Wer bin ich, wer will ich sein? Ehrlich und gewinnend gibt Immanuel Grauer hier Antworten sowohl aus dem „Grundlagendokument“ der Christen (aka „Die Bibel“) und seiner persönlichen Glaubensreise.

Die Ausführungen Grauers sind immer wieder gespickt mit anschaulichen Beispielen aus seinem Lebens- und Arbeitskontext und gewürzt mit der richtigen Prise Schärfe im Tonfall – das alles bei einer wertschätzenden Grundhaltung Andersdenken gegenüber.

Besonders gelungen ist der Spannungsbogen vom eher sachlich-allgemeinen zum persönlich-existenziellen, in dem Immanuel Grauer immer wieder dialogisch mit dem Leser ins Gespräch kommt. Man wähnt sich dem Autor beinahe bei einer guten Tasse Kaffee gegenüber und möchte mit ihm über das Gelesene diskutieren und gemeinsam Weitersuchen und -lernen.

Das Buch ist anspruchsvoll im positiven Sinne und deshalb empfehlenswert zur persönlichen Lektüre und Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben und Denken, aber danach auch unbedingt zur Weitergabe an Gottsucher im eigenen Umfeld.
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