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Anzahl der Bewertungen: 4
Durchschnittliche Bewertung: 3,8

28.06.2019

Unglaublich, erschütternd - aber sehr hilfreich

Die rote Feder auf dem Cover ist nicht nur ein grafisches Detail. Sie spielt im Leben von Roy Gerber eine Schlüsselrolle. "Faith" hiess die Teilnehmerin eines Kinder- und Jugendcamps für sexuell missbrauchte Kinder, an dem er mit seinem Therapiehund Ziba teilgenommen hatte. Faith hatte ihm die Feder beim Abschied überreicht, nachdem er ihr versprochen hatte, sich in Zukunft "zusammen mit Ziba immer um Kinder wie mich" zu kümmern. Ziba war ein Golden Retriever, der wie zufällig zu einem Therapiehund wurde und in der Folge Roy unschätzbare Dienste leisten sollte. Missbrauchte Kinder reagierten immer sehr positiv auf Roys Therapiehund.
Das Buch ist eine Autobiografie über das rastlose Leben des Geschäftsmannes Roy Gerber aus der Schweiz, der in jungen Jahren seine Heimat verliess und in den USA sein Glück versuchte. Dabei war er sehr erfolgreich. Er gründete drei Firmen, machte gute Geschäfte, wurde ein reicher Mann – und verlor alles, auch sein ganzes Vermögen und stand plötzlich vor dem Nichts. Aber durch diese schwere Krise fand er zu seiner eigentlichen Bestimmung. "Erfolg, Geld, Sex, Alkohol waren Schmerzmittel in meinem Leben", fasst er den Rückblick auf sein bewegtes Leben zusammen. "Aber ich durfte erfahren, dass sich andere durch meine Geschichte ermutigt fühlen. Nicht, weil sie besonders toll wäre, sondern gerade weil sie voller Brüche, Fehler und Verwundungen ist." Er lernte, sein Leben konsequent auf Gott auszurichten und erkundigte sich immer wieder nach seinem Willen. Nach Jahren aktiver Mitarbeit in einer Gemeinde in Los Angeles hatte er den Eindruck, Gott wollte ihn zurück in der Schweiz haben. Beim Sozialwerk von Pfarrer Sieber fand er eine Stelle und war für die Gassenarbeit und die "Sonnenstube" verantwortlich, die Notschlafstelle für obdachlose Jugendliche.
Aber auch in der Schweiz wurde er mit dem Problem sexuell missbrauchter Kinder konfrontiert. Er stellte fest, dass das Nottelefon "Die dargebotene Hand" kein spezielles Angebot für solche Kinder hatte. Deshalb gründete er die "Kummer Nummer" und wurde von Anfragen überhäuft.
Auf den letzten 70 Seiten des Buches wird der Autor zum Lehrer, dem man die grosse Leidenschaft für sexuell Missbrauchte anspürt. Seine langjährigen Erfahrungen auf diesem Gebiet führten nicht nur zu zwei Neugründungen in der Schweiz. Roy wurde auch zum leidenschaftlichen Verkündiger, der Christen und ganze Gemeinden an Probleme erinnern will, deren Ausmass nahezu unbekannt ist. Praktische Tipps für Gemeinden und ganze Schulungskurse für Seelsorger und andere Fachpersonen sind in seinem Angebot. Als sensationelle Hilfe hat sich die "Kummer-Nummer" entpuppt, bei der missbrauchte Kinder und verunsicherte Angehörige anonym anrufen können und beraten werden. Die Mitarbeiter/innen werden dabei mit unglaublichen Notfällen konfrontiert, konnten aber mit der parallel laufenden Organisation "Be unlimited" schon unzähligen Menschen zu einem neuen Lebenssinn verhelfen.
Am Schluss des Buches, gewissermassen als Zusammenfassung seines Lebens, schreibt Gerber: "Ich habe viel erreicht in meinem Leben. Und fast alles verloren... Mit leeren Händen durfte ich erfahren, was es heisst, zu empfangen. Wer aufbricht, um seine wahre Identität zu entdecken, sollte nicht überrascht sein, wenn ihm dabei Gott begegnet."

23.05.2019

Die Geschichte eines Versprechens

Roy Gerber ging nach Amerika, um reich und berühmt zu werden. Das gelingt ihm auch, doch bei einem Freiwilligen-Einsatz mit seinem Hund Ziba begegnet er einem Mädchen, das ihm ein Versprechen abnimmt. Dieses Versprechen ändert Roys Leben, lässt ihn für Missbrauchsopfer kämpfen und schließlich sogar seine Karriere als Geschäftsmann beenden, um Pastor zu werden.
Dies soll, das betont der Autor ausdrücklich, keine Autobiografie sein. Der Fokus soll nicht auf seinem Leben liegen, sondern auf dem Leben derer, um die es ihm eigentlich geht: Menschen am Rande der Gesellschaft, Obdachlose, Missbrauchsopfer – die Liste ist lang. Er möchte lediglich berichten, wie es zu dem enormen Wandel in seinem Leben kam und was das mit ihm gemacht hat. Dieses Ziel hat er, das muss ich leider sagen, nur bedingt erreicht. Auf mich wirkte das Buch sehr wohl wie eine Autobiografie. Es ist eine sehr spannende Lebensgeschichte, keine Frage, doch darum sollte es ja nicht in erster Linie gehen. Genau das tut es aber größtenteils, so mein Gefühl. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn der Autor nicht extra betont hätte, dass er eben das nicht möchte. Außerdem wird auch dem bahnbrechenden Wandel, der Begegnung mit dem Mädchen, dem Versprechen und all dem, was daraus folgt, nicht wirklich viel Platz eingeräumt. Ebenso Roys Weg in den Glauben – auch diesem wird nicht genug Raum gegeben. Auf einmal ist es so, fertig. Das fand ich etwas schade.
Aber das Buch hat trotzdem viele gute Seiten. Roys Leben verlief nicht unbedingt in geraden Bahnen, teilweise war es sehr verfahren. Er berichtet, wie es dazu kommen konnte und wie er aus diesem Schlamassel wieder herausgefunden hat. Auch wo es um die Menschen geht, die ihm so am Herzen liegen, schreibt er schön und berührend. Man merkt, dass das sein Lebenswerk und ihm wirklich wichtig ist. Zum Beispiel erzählt er von vielen wunderbaren Projekten und auch, wie Gott ihn dabei unterstützt hat. Gut fand ich auch den umfangreichen Bilderteil, der nochmal die Menschen zeigt, von denen er schreibt.
Fazit: Das Buch ist spannend und hat mich erneut zum Nachdenken gebracht, denn Missbrauch ist leider immer und überall ein hochaktuelles, trauriges und zu oft unter den Teppich gekehrtes Thema. Dennoch, „eine Hommage an das Leben“, wie es im Klappentext heißt, habe ich nicht darin gefunden, dafür war es stellenweise zu emotionslos und überhastet. Unterm Strich wohl kein Buch, das ich nochmal lesen oder unbedingt jemandem weiterempfehlen würde. Daher leider nur drei Sterne von mir.

09.05.2019

Eine Feder verändert Leben

Roy Gerber hatte alles, was man sich vom Leben wünscht, und doch fehlte ihm das Wichtigste. Aber der Reihe nach. In diesem Buch erzählt er seine Geschichte von Kindheit an, die er in der Schweiz verbrachte. Ehrgeizig wie er war, schaffte er es, seinen Traum zu erfüllen und nach Amerika auszuwandern. Dort lebte er den amerikanischen Traum, mit Karriere, Glamour und Frauen. Doch erst nachdem er Jesus fand, hatte er wirklich alles im Leben. Obwohl er nun auch sein ganzes Geld verlor und auf einmal arm wurde, hatte er jetzt einen Lebenssinn. In diesem Lebensabschnitt begegnete ihm ein kleines Mädchen auf einem Ferienlager für missbrauchte Kinder. Das Versprechen, das er ihr gab, nämlich dass er sich um Kinder wie sie kümmern würde, veränderte sein Leben noch einmal sehr stark. Als ein Mensch, dem Start ups im Blut liegen, setzte er hier an und macht mittlerweile wieder in der Schweiz eine sehr wertvolle Arbeit im Bereich von Kindesmissbrauch.

Zunächst muss ich zugeben, dass ich Schwierigkeiten mit dem Aufbau des Buches hatte. Es beginnt mitten in der Geschichte, wie Roy dem Mädchen begegnet und von ihr die Feder geschenkt bekommt. Ein solcher Einstieg ist für Bücher nicht unüblich, wohl aber die Länge dieses Abschnitts. Mich verwirrte es ziemlich und ich war sehr erleichtert, als Roy dann doch seine gesamte Geschichte von Kindheit an erzählte. Dagegen kam mir dann im Buch eben dieser Abschnitt zu kurz, gerade weil es eine Schlüsselszene ist und ich dadurch die starke Veränderung, die Roy durchmachte, nicht ganz verstehen konnte.

Sehr gut hätte man aus diesem Buch auch zwei Bücher machen können. Es wirkt für mich ein wenig zu beladen, weil sehr viele Themen behandelt werden. Da ist zum Einen natürlich Roys Biografie. Während seiner Lebensphase als Pfarrer gibt es in dem Buch einige Abschnitte, die sehr seelsorgerlich geschrieben sind und wo ich mir auch mehrere Sätze markiert habe, weil sie mich sehr angesprochen haben. Und dann ist da natürlich Roys Arbeit mit missbrauchten Kindern und seine Seelsorger-Tätigkeit mit seinen ausgebildeten Hunden, zusammen mit längeren Abschnitten zur Sensibilisierung zu diesem Thema. Gerade aus dem letzten Punkt könnte man ein eigenes Buch machen; das hätte vermutlich dieser Biografie auch ein wenig besser getan und jedem Punkt eine stärkere Aussage verliehen.

Nichtsdestotrotz empfinde ich dieses Buch als sehr wertvoll und lesenswert, was ich daran merke, dass mich das Buch auch noch länger in den Alltag begleitet und zum Nachdenken angeregt hat. Und einen Punkt hätte ich fast vergessen: Neben dem grafisch schönen Design (wie man das vom Fontis-Verlag gewohnt ist) steckt unter dem Schutzumschlag ein echt sehr schönes und edles Hardcover. Fast zu schön, um es im Umschlag zu verstecken. Fotos aus Roys Leben runden dieses Buch ab.

23.03.2019

Für ein kleines Mädchen namens Faith

Roy Gerber hat einen besonderen Hund. Gemeinsam mit diesem einfühlsamen Therapie-Hund, Ziba, begleitet er einmal ein Ferienlager für missbrauchte Kinder in den Vereinigten Staaten. Die Kinder fassen schnell Vertrauen zu Ziba. Sie können ihm ihr Herz ausschütten, oder ihn einfach nur streicheln. Roy ist erschütternd, als er von den Schicksalen von einigen der Kinder erfährt. Am Ende des Ferienlagers nimmt die kleine Faith ihre rote Feder aus den Haaren und steckt sie an Zibas Halsband. Dabei bittet sie Roy, „Versprich mir, dass du dich zusammen mit Ziba um Kinder wie mich kümmerst.“ In Tränen aufgelöst, gibt er ihr gerne dieses Versprechen. Das passt zwar nicht zu seinem derzeitigen Lebensentwurf, aber ein Prozess der Veränderung ist schon in Gang.

Als Kind hatte er sich mit Leistung um die Anerkennung seines Vaters bemüht. Das setzt er im Beruf fort. Der Schweizer nutzt eine günstige Gelegenheit, um in die Vereinigte Staaten zu ziehen. Dort führt er ein Leben auf der Überholspur. Er investiert viel Zeit und Kraft im Aufbau von drei erfolgreichen Firmen. Er hat alles, was Geld kaufen kann. Er verkehrt mit Millionären, Schauspielern und anderen Prominenten.

Glücklich ist er trotzdem nicht. Roy möchte nicht mehr eine Rolle spielen, er sucht seine wirkliche Identität. Er macht zaghafte Schritte im Glauben, und ihm gefällt seine neue, ehrenamtliche Aufgabe bei Therapiehund-Einsätzen. Später studiert er Theologie und weitet seine Dienste für Benachteiligte aus. So schwer es ihm fällt, lernt er mit wenig Geld auszukommen. Es geschieht nicht über Nacht, aber sein Leben verändert sich völlig.

Jahre später hat er den Eindruck er soll zurück in die Schweiz. Dort richtet er, unter anderem, eine Notrufnummer für missbrauchte Kinder ein, denn er hat sein Versprechen an Faith nicht vergessen. Die rote Feder begleitet ihn noch immer.

Dieses umfangreiche Buch schildert das Leben von Roy Gerber. Der letzte Teil ist weniger Biographie, sondern eher eine Auseinandersetzung mit dem Thema sexueller Missbrauch. Die kurzen Einblicke in die Geschichten von einigen Opfern sind bewegend. Und immer wieder wird die hohe Zahl der missbrauchten Kinder genannt.

Roy Gerber lässt den Leser in diesem Buch in sein Leben blicken. Die Beziehung zu Gott, die sein Leben so stark verändert hat, ist für ihn inzwischen das Wichtigste. Er spricht gern und viel mit seinem himmlischen Vater. Er erlebt auch Gottes Eingreifen, zum Beispiel bei einer wunderbaren Chili-Vermehrung. Der Leser profitiert von den Lebensweisheiten des Autors. Geistlicher Wachstum ist ihm ein wichtiges Anliegen, denn wer anderen helfen will, muss erst selbst gesundwerden. Roy ist überzeugt, wenn Gott jemanden wie ihn verändern kann, dann kann er jeden gebrauchen. Und wir Christen sind zum Helfen aufgerufen. Wir sollen die Hände und Füße von Jesus sein.

Die Sprache dieses Buchs ist einfach und leger. Fast freundschaftlich erzählt der Autor offen aus seinem Leben. Auch über falsche Wege und Fehlentscheidungen berichtet er. Stellenweise könnte das Erzählte gekürzt werden, denn einiges wird wiederholt. Das sind vermutlich die Sachen, die dem Autor besonders am Herzen liegen. Manchmal fehlen Übergänge. Trotz dieser kleinen Mängel lohnt es sich dieses Buch zu lesen. Es ist ermutigend zu sehen, wie Gott das Leben dieses reichen Unternehmers verändert hat. Der Leser spürt, nicht das Anhäufen von Besitz führt zu einem erfüllten Leben, sondern der Dienst am Mitmenschen.

Fazit: Eine sehr empfehlenswerte Autobiographie, die eine Lebenswende beschreibt und das Problem des sexuellen Missbrauchs beleuchtet.
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