Ada, wo bist du?



Ada, wo bist du?

Der Roman einer Familiengeschichte

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Beschreibung

Ada Stratmann verlässt das Haus - scheinbar, weil sie mit ihrer Tochter und den Enkelkindern im Wald verabredet ist. Als Johan Stratmann nach Hause kommt, muss er mit Entsetzen feststellen, dass seine pflegebedürftige Frau verschwunden ist. Nachdem Ada bis zum Abend nicht aufgetaucht ist, verständigt Johan die Polizei. Es beginnt eine fieberhafte Suche, währenddessen bei Ada Realität und Fantasie zunehmend verschwimmen. Die gesamte Familie wird von ihrer Vergangenheit eingeholt ... Wichtige Themen wurden über Jahrzehnte totgeschwiegen, weil niemand die richtigen Worte gefunden hat. Glück und Leid haben tiefe Spuren hinterlassen. Gemeinsame Erinnerungen werden lebendig und ganz unterschiedlich gewertet. Verletzungen und Bitterkeit kommen an die Oberfläche. Und das alles wegen dem kleinen Leo. Gibt es Heilung für gebrochene Herzen? Macht das Leiden einen Sinn? Wird am Ende alles gut?

In ihrem Debüt-Roman gelingt es Melanie Kleinloh, sich mit Emotion und Stil den unterschiedlichsten Charakteren zu nähern. Jetziges und Vergangenes werden geschickt miteinander verwoben und malen das Leben in einer Tragweite vor Augen, die selten in einem Buch zu finden ist: die Realität einer intensiven, herzergreifenden und schmerzhaften Liebe zwischen zwei Menschen.

AUTORIN
Melanie Kleinloh hat in Heidelberg Erziehungswissenschaft, Philosophie und Religionswissenschaft studiert (Magister). Sie lebt dort in der Nähe mit ihrer Familie und arbeitet als Schulsozialarbeiterin. Melanie treibt ein unersättlicher Hunger nach Literatur. Bücher tragen ebenso zu ihrem Glück bei wie tiefe Freundschaften. Wenn sie nicht mit Wanderrucksack auf einsamen Routen oder mit dem Fahrrad quer durch Deutschland unterwegs ist, findet man sie in der afrikanischen Steppe, um in wilden Schluchten den galoppierenden Zebras und lachenden Hyänen zu lauschen.
  • Artikel-Nr. 204197
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  • ISBN/EAN: 9783038481973
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  • Erschienen/Erfasst: 28-08-2020
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  • Auflage: 1
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  • Format: 13 x 20,5 cm
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  • Seiten: 224
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  • Sprache: Deutsch
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  • Einband: Klappenbroschur
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  • Verlag: Fontis - Brunnen Basel
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  • Versandgewicht: 365 g
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  • Abmessung: 140 x 205 x 25 mm

Leseprobe

 

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Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 3 | Durchschnittliche Bewertung: 4,3

16.12.2020

Ada, wo bist du

Habe es in einem Zug gelesen und schon 3 x verschenkt. Es ist leicht zu lesen, ohne oberflächlich zu sein

01.10.2020

Wie sich vergangenes Leid auf das Heute auswirken kann

58 Jahre ist sie alt. Das abenteuerlustige Funkeln in ihren Augen ist zwar verblasst, aber nicht ganz verschwunden. Ada vergisst zwar vieles, aber ihre Erinnerungen an die Vergangenheit sind klar und lebendig.

An diesem Morgen bleibt ihr nicht viel Zeit für ihre Reise in die Vergangenheit. Sie beeilt sich, um rechtzeitig zu einer Verabredung zu kommen. Sie will ihre Tochter und deren dreijährige Zwillingssöhne treffen.

Als sie gehen will, entdeckt sie, dass sie im Haus eingesperrt ist. Doch Ada findet schnell einen Ausweg. Erst einmal draußen, verschwindet sie mit ihrem Fahrrad. Im Rucksack steckt ein altes Fotoalbum, das sie kurzentschlossen mitgenommen hat.

Am Treffpunkt kann sie Tochter und Enkel nicht finden. Sie fährt weiter, doch immer wieder hält sie an und betrachtet die Bilder in ihrem Album. Dabei durchlebt sie die Vergangenheit.

Zuhause macht sich ihr verzweifelter Mann auf die Suche. Dabei erinnert auch er sich an die Vergangenheit. Er erkennt, wo er Ada eine bessere Stütze hätte sein können. Er hofft sehr, dass er noch die Möglichkeit bekommt sich mit Ada auszusprechen.

In Rückblicken wird die Geschichte einer leidgeprüften Familie erzählt. Von den Jugendjahren an begleitet der Leser Ada und ihren Mann bei ihrem zärtlichen Kennenlernen, ihren bewegten Familienjahren im Ausland und dem problematischen Wiederankommen in Deutschland. Mit dem großen Leid, das sie erleben, geht jedes Familienmitglied anders um.

Ada, die in einem gläubigen Elternhaus aufgewachsen ist, will nach ihrem Verlust nicht mehr mit Gott leben. Er hat ihr genommen, was sie am meisten geliebt hat. Wie kann sie ihm da noch vertrauen? Ihr Mann versteht ihre zweifelnde Fragen nicht, denn er geht mit der durchlebten Prüfung ganz anders um.

Dieses Buch ist spannend geschrieben und trotz der nüchternen Sprache sehr gefühlvoll. Die Liebesgeschichte, die Unterstützung der Familie durch gute Freunde, und die Anklagen und Zweifel Adas bewegen das Herz. Die Innenwelt von Ada, ihrem Mann und den beiden Töchtern wird so gut beschrieben, dass man sich beim Lesen in ihnen selbst erkennen kann. Der melancholische Grundton des Buchs passt zu den aufgeworfenen Fragen.

Fazit: Ein außergewöhnliches Buch, in dem mit nüchternen Worten viel Gefühl vermittelt wird und lebenswichtige Fragen gestellt werden. Es geht unter anderem darum, ob der Glaube an Gott in schweren Tagen trägt und wie unterschiedlich Menschen mit Leid umgehen. Sehr empfehlenswert!

20.09.2020

Ein sehr gelungenes Debüt!

Ich finde Debüt-Romane immer spannend und dieser hat es in sich. Melanie Kleinloh hat ein tiefsinniges, gut zu lesendes Erstlingswerk vorgelegt, das auf mehr von ihr hoffen lässt.

Zum Inhalt: Als Ada, die an Demenz erkrankte Mutter, eines Tages auf einmal von zuhause verschwindet, gerät die ganze Familie in Aufruhr und Bewegung. Die Perspektive wechselt zwischen Ada und ihrer Familie, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. In der Krise kommen Dinge und Gefühle ans Licht, die lange verborgen und verschüttet waren. Wird es ihnen gelingen, das Schweigen zu brechen und Heilung zu finden?

Die Autorin schreibt klar, ohne viele Schnörkel, aber mit einer Liebe zu ihren Figuren. Sehr schön fand ich, dass jedem Kapitel einige Liedzeilen vorangestellt sind, die später wieder aufgegriffen werden. Beim Lesen habe ich mich gefragt, ob manches vielleicht autobiografisch ist – so gut waren die Demenzerkrankung und weitere Schicksalsschläge dargestellt. Obwohl die Geschichte an sich traurig und teilweise auch schwermütig ist, blitzt doch immer wieder Freude und Hoffnung durch. Für mich persönlich wäre etwas weniger Schwermut gut gewesen, aber das hatte wohl mehr mit mir als mit dem Buch zu tun.

Mein Fazit: Wer gerade selbst durch eine schwierige Zeit geht, sollte dieses Buch noch etwas zur Seite legen. Alle anderen erwartet eine berührende (Familien-)Geschichte, die sich viel zu schnell wegliest.
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