Schuldig.



Schuldig.

Vom Scheitern und Wiederaufstehen

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Beschreibung

Dr. Thomas Middelhoff, genannt "Big T", war DER Topmanager Deutschlands, erst als Chef des Medienriesen Bertelsmann, später als Vorstandsvorsitzender des KarstadtMutterkonzerns Arcandor. Er lebte ein Leben im Luxus. Und er erlebte einen öffentlichen Absturz von epischer Dimension: 2014 wurde er wegen Untreue zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt und noch im Gerichtssaal abgeführt. Er verlor seinen Ruf, sein Vermögen und seine Gesundheit.
Doch er gewann auch etwas von unschätzbarem Wert: Die Arbeit mit behinderten Menschen in den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld und auch die Rückkehr zu seinem verschütteten Glauben begannen, ihn von innen heraus zu verändern.
Reflektiert und schonungslos ehrlich berichtet Thomas Middelhoff, wie die bittere Erfahrung des Scheiterns zu seiner größten Chance wurde, Stolz, Gier und Machthunger loszulassen und inneren Frieden zu finden. Sein Anliegen heute: andere, vor allem junge Menschen, davor zu bewahren, seine Fehler zu wiederholen, und anderen Gescheiterten einen Weg zu neuer Hoffnung zu zeigen.
  • Artikel-Nr. 835240
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  • ISBN/EAN: 9783863342401
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  • Erschienen/Erfasst: 02-09-2019
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  • Auflage: 1
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  • Seiten: 200
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  • Sprache: Deutsch
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  • Einband: gebunden
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  • Verlag: adeo Verlag/Gerth Medien
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  • Versandgewicht: 380 g
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  • Abmessung: 143 x 220 x 22 mm

Leseprobe

 

Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 2 | Durchschnittliche Bewertung: 3,5

10.10.2019

Eine etwas distanzierte Autobiographie über das eigene Scheitern als Top-Manager und den Folgen für einen Neustart.

Dr. Thomas Middelhoff schreibt in seinem Buch „Schuldig – Vom Scheitern und Wiederaufstehen“ über seine Erfahrungen des Scheiterns.
Dr. Thomas Middelhoff war einer der Top-Manager Deutschlands, ein „Wunderkind“ wie das Wall Street Journal über ihn geschrieben hat, bis zu dem Zeitpunkt als das Gericht ihn für schuldig befunden hat und sein bisheriger Lebensentwurf scheiterte. Er verlor seinen Ruf, sein Vermögen und seine Gesundheit.
Er erklärt in seinem Buch, wie er die Erfahrung des Scheiterns erlebt, welche Konsequenzen und Lehren er für sich daraus gezogen hat und wie er erkannt hat, dass sich eine neue Chance für sein Leben geöffnet hat.
Aufgebaut ist das Buch nicht immer zeitlich chronologisch, sondern nach verschiedenen Gesichtspunkten wie die Todsünden als Ursache des Scheiterns, die Stufen der Erkenntnis und die Kardinaltugenden als Kompass. Der Autor schreibt in einem gut lesbaren und ansprechenden Stil. Seine sachliche Argumentation über das Scheitern zeigt, wie gut er sich mit der Thematik auseinandergesetzt hat, um nicht nur sich selbst wiederzufinden, sondern zugleich anderen ein Beispiel zu geben, wie wichtig und lehrreich die Erfahrung des Scheiterns ist. Auf dieser Ebene halte ich das Buch für empfehlenswert. Auf persönlicher Ebene vermittelt das Buch eher eine gewissen Distanziertheit, was aufgrund der Medienkritik verständlich ist, dem Buch so aber auch etwas Überzeugendes nimmt. Trotzdem zolle ich dem Mut sich zu öffnen Respekt und hoffe, dass das Buch ein Anstoß für andere sein kann, über ihre Fehler und ihr eigenes Scheitern zu sprechen. Absolut hilfreich für sich selbst und lehrreich für andere.

30.09.2019

Schuldig, aber nicht so wirklich

Der 1953 geborene Manager Thomas Middelhoff ist als ein erfolgreicher Manager bekannt, der wegen Untreue und Steuerhinterziehung ins Gefängnis musste. Nachdem er seine Strafe abgesessen hat, zieht er nun Bilanz. Er sucht nach Ursachen für sein Scheitern. Mit seinen Erkenntnissen möchte er jungen Menschen helfen einen ähnlichen Sturz zu vermeiden.

Schon als Jugendlicher wird er wegen seiner Arroganz von seinem Vater ermahnt. Obwohl er in seiner Studienzeit viele gute Vorsätze hat, fühlt er sich schnell auf der Karriereleiter wohl. Er arbeitet unermüdlich. Er erreicht ein hochgestecktes Ziel nach dem anderen. Immer mehr, immer mehr, so könnte man sein Leben kennzeichnen. Er fühlt sich an der Spitze wohl. Er leistet sich die üblichen Spielzeuge eines erfolgreichen Managers, wie Villa und Jacht. Er lebt ein Leben der Superlative.

Aber der Erfolg hält nicht an. 2014 muss er sich vor Gericht verantworten. Ihm werden Untreue und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Es geht, unter anderem, um Privatflüge und –feste, die als Geschäftskosten abgerechnet wurden. Thomas Middelhoff meldet Insolvenz an und tritt seine Haftstrafe an. Als Freigänger kann er im Rahmen der Haft in der Stiftung Bethel arbeiten, einem Zuhause für behinderte Menschen.

In diesem Buch nennt er verschiedene Gründe für sein Scheitern, die er „Todsünden“ nennt. Dazu zählen z.B. Hochmut, Gier und Maßlosigkeit. Jedes dieser Verfehlungen beschreibt er, teilweise mit Beispielen aus seinem Leben, oft mit Beispielen von anderen Unternehmern.

Danach beschreibt er den Weg vom Scheitern zum Neuanfang. Neben Stufen auf dem Weg, wie Leugnung und Depression, zeigt er vor allem wichtige Werte für ein gelungenes Leben. Beim Entdecken dieser Werte spielt sein christlicher Glaube eine entscheidende Rolle.

Wenn der Autor auch an manchen Stellen in diesem Buch seine Schuld zugibt, betont er immer wieder, er sei moralisch schuldig, ja, aber nicht in juristischer Hinsicht. Er gibt zu getrieben und arrogant gewesen zu sein, aber er ist immer noch überzeugt, dass er zu Unrecht verurteilt wurde.

Er beschreibt wie er seinen einfacheren Lebensstil genießt. Anstatt einem Hubschrauberflug, fährt er nun Fahrrad. Insgesamt ist sein Lebensstil langsamer und bewusster geworden. Er schreibt Bücher, wovon er schon als Jugendlicher träumte, und hält Vorträge über das Scheitern.

Auffallend ist, dass bei seinen Erläuterungen über Scheitern und Versagen meistens andere als Beispiel dienen. Obwohl ihm sein Ruf nicht mehr so wichtig ist, scheint es ihm doch schwerzufallen eigene Fehler zuzugeben.

Wichtige Impulse bekam er in den Behindertenwohnstätten. Er sah die Zufriedenheit dieser bescheidenen Menschen und erkannte dabei, was ihm gefehlt hatte. Leider erfährt der Leser jedoch sehr wenig über diese Zeit seines Lebens. Insgesamt ist das Buch recht unpersönlich. Der Leser erfährt auch kaum etwas über Middelhoffs Frau und Kindern, und den Grund für seine neue Partnerschaft.

Fazit: Wer eine ehrliche Autobiographie erwartet, könnte von diesem Buch enttäuscht sein. Wer bewegende Geschichten mag, über die Veränderung, die Gott bewirken kann, sollte lieber ein anderes Buch lesen, denn hier geht es eher um Thomas Middelhoff und nur am Rande um Gott. Wer sich für bekannte Namen in der Wirtschaft interessiert, oder für grundsätzliche Gedanken über schlechte und gute Werte, könnte an diesem Buch Gefallen finden.

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