Die Evangelikalen



Die Evangelikalen

Weder einzig noch artig. Eine biografisch-theologische Innenansicht.

18,00 € *


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Beschreibung

Die Krise der evangelikalen Bewegung ist eine hausgemachte. Dabei geht es vor allem um die eigenen Richtungsstreitigkeiten. Das große Ganze tritt in den Hintergrund, es herrscht Individualismus und Separatismus. Doch die Sehnsucht nach Einheit und Multiplikation wächst. Jürgen Mette weiß, wovon er spricht - kennt die Szene und ihre Facetten sehr genau. Er schreibt dieses Buch für solche, die sich ihrer spirituellen Herkunft und Prägung schämen, und für solche, die sich für die treusten und einzig wahren Freunde Gottes halten. Er schreibt für alle, die sich über Evangelikale wundern, sie bewundern oder sich von ihnen entfremdet haben. Und er zeigt einen Weg der Versöhnung auf.
Mit Gastbeiträgen von Gisa Bauer, Wolfgang Bühne, Heinrich Derksen, Thorsten Dietz, Michael Diener, Tobias Faix, Ulrich Fischer, Andreas Heiser, Helmut Wöllenstein und Johannes Zimmermann.
  • Artikel-Nr. 817548
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  • ISBN/EAN: 9783957345486
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  • Erschienen/Erfasst: 15-01-2019
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  • Auflage: 1
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  • Seiten: 256
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  • Sprache: Deutsch
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  • Einband: gebunden
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  • Verlag: Gerth Medien
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  • Versandgewicht: 456 g
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  • Abmessung: 144 x 220 x 25 mm

Leseprobe

 

Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 1 | Durchschnittliche Bewertung: 4

28.04.2019

Sola Gratia - allein durch die Gnade: das Fundament zum Brücken bauen

"Die Evangelikalen- weder einzig noch artig" von Jürgen Mette ist im Verlag Gerth-Medien erschienen und ist eine aktuelle Situationsbeschreibung der evangelikalen Bewegung.
In insgesamt 10 Kapiteln greift Jürgen Mette das Thema der innerevangelikalen Spannungen auf und analysiert deren Ursprung und Entwicklung
Den Fokus legt er auf die sogenannten Nebenschauplätze, unterschiedlich theologische Meinungen in Bezug auf Sexualethik und Schöpfungstheorie, die zu Streitigkeiten und Spaltungen innerhalb der Gemeinden führten und führen.
Stattdessen fordert er uns auf, uns wieder auf die Mitte, Jesus zu besinnen und auszurichten und uns in einem offenen aber respektvollen Umgang miteinander zu begegnen.
Wie das funktionieren kann, zeigt er uns anhand unterschiedlichster Gastkommentare und wiedergegebener Interview- Aufzeichnungen mit Persönlichkeiten, die das Spektrum theologischer Meinungen repräsentieren.
Dabei ist für ihn der christliche wertschätzende Dialog miteinander zielführend und ergänzt zugleich seine Analyse.
Diese ist sehr persönlich, theologisch fundiert und erfahrungsorientiert.
Jürgen Mette selbst gehört zu denen, die er kritisiert und zur Selbstreflektion auffordert.
Er schreibt ehrlich, leidenschaftlich, sprachgewaltig.
Man spürt beim Lesen sein Herzblut für die Sache Jesus.
Manches ist gespickt mit Wortspielereien und man erkennt den Virtuosen der Sprache, wenn er Dinge auf den Punkt bringt.
In den letzten Kapiteln, insbesondere bei Einsichten und Aussichten wird nochmal deutlich, dass es eine Zukunftsperspektive gibt, die im Wahrnehmen des momentan stattfindenden Wandels und des aktiven respektvollen Aufeinander- Zugehen der einzelnen Denominationen geschehen kann, mit dem Ziel voneinander zu lernen und sich zu ergänzen. Damit ein geistlicher Gegenstrom entsteht zu dem was er anfangs sagt:" wir distanzieren und dividieren uns bis zur Harmlosigkeit".(S.46)

Mein persönliches Fazit:
Ein Buch,das mich sehr interessiert und beim Lesen lange beschäftigt hat. Immer wieder habe ich Mette's Gedanken reflektiert, gerade auch in Bezug auf meine Gemeinde und deren geistliche Entwicklung. Vieles was er schreibt, kann ich nachvollziehen und feststellen, das ist zutreffend.
Auch meine eigene Biographie habe ich nochmal Revue passieren lassen, dabei war ich stark herausgefordert und manchmal auch angefochten.
Auch in unserer Leserunde bei Lovelybooks kam es zu kontroversen Diskussionen, die den Lesefluss dieser nicht einfach zu lesenden Lektüre zeitlich unterbrachen.
Jürgen Mette's Schreibstil, der eines Theologen gerecht, dem Laien aber nicht immer verständlich ist, hat des öfteren mein Lesetempo verlangsamt. Im Wörterbuch theologische Fachbegriffe nachzuschauen, hat meine Freude am Lesen etwas getrübt und ist für mich ein Kritikpunkt bezüglich der Frage:" wer ist die Zielgruppe dieses Buches"?
Die letzten Kapitel waren für mich besonders wertvoll, insbesondere "Einsichten und Aussichten"und seine provozierende Frage: wo ist die Funktion der Kirche, wenn alle Bereiche in unserer Gesellschaft bereits geregelt sind.
Wo ist der Geist Gottes in all diesen wichtigen existenziellen Bereichen?
Seine Perspektive, die er von der zukünftigen Gemeinde Christi entwirft gibt Hoffnung auf ein Miteinander und eine Einheit in der Vielfalt.
Ich wünsche diesem "Jahrzehnte-Werk", aufgeschlossene Leser und Brückenbauer, dann war es "einen Versuch wert".
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